Allgemeine Geschäftsbedingungen der Gastrobüro GmbH & Co. KG zur Nutzung des elektronischen Zahlungsmittel – Stand Mai 2015

Die Karte ist ein von der Gastrobüro GmbH & Co. KG, Ferropolisstr. 1, 06773 Gräfenhainichen („Kartenaussteller“) bereitgestelltes elektronisches Zahlungsmittel. Der Vertrieb der Karte erfolgt im Namen und für Rechnung der Gastrobüro GmbH & Co. KG. Für die Nutzung des elektronischen Zahlungsmittel gelten im Verhältnis zwischen dem Kartenaussteller und dem jeweiligen Karteninhaber die vorliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen.


§ 1 Vertragsbeziehungen

(1) Mit dem Bezug der Karte kommt ein Vertrag zwischen dem
Kartenaussteller und dem Karteninhaber über die Nutzung der Karte als
Zahlungssystem gemäß den nachfolgenden Bedingungen zustande.

(2) Der Eintrittskartenverkauf, ist Gegenstand eines gesonderten Vertragsverhältnisses mit dem jeweiligen Veranstalter, für das gesonderte Allgemeine Geschäftsbedingungen gelten. Der Bezug der Karte ohne Bezug einer jeweils gültigen Eintrittskarte berechtigt nicht zum Betreten der Einsatzstätte.

(3) Nimmt der Karteninhaber Leistungen der angeschlossenen Akzeptanzstellen in Anspruch, begründen diese ein gesondertes Vertragsverhältnis zwischen Karteninhaber und den Akzeptanzstellen.


(4) Der Kartenaussteller ist berechtigt, sich im Rahmen des Vertragsverhältnisses zur Bewirkung der von ihm zu erbringenden Leistungen Dritter zu bedienen.

(5) Die Karte wird abhängig vom Nutzungsverhältnis zwischen Kunden und Gastrobüro GmbH & Co. KG personalisiert (mit Namen und E-Mail Adresse) oder unpersonalisiert (ohne Namen) ausgestellt und darf nicht zu gesetzeswidrigen Zwecken genutzt werden. Eine personalisierte Karte darf nicht weitergegeben werden. Die Gastrobüro GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung für unpersonalisierte Karten, bei Verlust oder Diebstahl.

§ 2 Leistungsumfang

(1) Mit der Karte kann der Karteninhaber an für die Nutzung der Karte freigegebenen Veranstaltungstagen innerhalb der Einsatzstätte Leistungen der angeschlossenen Akzeptanzstellen bargeldlos bezahlen. Bei jedem Zahlungsvorgang vermindert sich das auf der Karte gespeicherte Guthaben um den verfügten Betrag.


(2) Der Kartenaussteller schuldet nicht die Erbringung der von den angeschlossenen Akzeptanzstellen angebotenen Leistungen, die mit der Karte bezahlt werden können.


(3) Die Forderungen aus den mit der Karte getätigten Verfügungen sind sofort zur Erstattung fällig. Die geschuldeten Erstattungsleistungen und etwaige Entgelte werden unverzüglich mit dem Kartenguthaben verrechnet. Die Abrechnung der Umsätze der Karte wird im Internet unter #{link_to EventSeries.current.domain, EventSeries.current.url} bereitgestellt.

§ 3 Autorisierung von Zahlaufträgen

(1) Mit dem Einsatz der Karte an einer Akzeptanzstelle erteilt der Karteninhaber die Zustimmung (Autorisierung) zur Ausführung des Zahlungsauftrages. Hierbei sind vom Kunden die Paragraphen § 8 und 9 dieser allgemeinen Geschäftsbedingungen besonders zu beachten.

(2) Nach der Autorisierung über eine Akzeptanzstelle kann der Karteninhaber den Zahlungsauftrag nicht mehr widerrufen.

§ 4 Erwerb

(1) Die Karte ist über die vom Kartenaussteller beauftragten und eigenen
Verkaufsstellen, z.B. über die vom Kartenaussteller bereitgestellte
Homepage (#{link_to EventSeries.current.domain, EventSeries.current.url}), sowie an
ausgewiesenen Stellen innerhalb der Einsatzstätte erhältlich.


(2) Der Karteninhaber erwirbt kein Eigentum an der Karte. Die Karte
berechtigt lediglich zur Verfügung über das Kartenguthaben.

(3) Die Karte wird grundsätzlich gegen ein Pfand zur Nutzung überlassen.
Eine Erstattung des Pfands ist ausgeschlossen bei einem Verlust der
Karte, bei einer Beschädigung der Karte oder nach Ablauf der
Rücktauschfrist des § 6 Ziffer 3.

(4) Die Karte hat grundsätzlich einen Mindestausgabewert von 0 Euro
(Verzehrguthaben sowie gegebenenfalls Pfand). Eine Änderung des
Mindestausgabewertes ist möglich.

§ 5 Aufladung

(1) Die Karte wird mit oder ohne vorgeladenem Startguthaben ausgegeben.
Die Karte ist (wieder-)aufladbar. Sie kann während der Öffnungszeiten an
den hierfür ausgewiesenen Stellen innerhalb der Einsatzstätte aufgeladen
werden. Der Karteninhaber kann seine Karte nur im Rahmen von vorhandenem
Kartenguthaben nutzen.

(2) Der Mindestaufladebetrag beträgt 1 Euro oder ein Vielfaches davon.

(3) Der Höchstbetrag des Kartenguthabens beträgt 250 Euro. Pro
Gültigkeitsdauer können insgesamt bis zu EUR 250 auf die Karte geladen
werden.

(4) Die Guthabenbeträge sind Privatvermögen und werden nicht verzinst.

§ 6 Gültigkeitsdauer


Die Karte kann ab Erhalt für den ausgewiesenen Gültigkeitszeitraum für
die Bezahlung bei den angeschlossenen Akzeptanzstellen verwendet werden.


§ 7 Rücktausch

(1) Während der Gültigkeitsdauer der Karte kann der Karteninhaber
Rücktausch eines etwaigen Kartenguthabens in Form einer Überweisung auf
ein Konto verlangen. Eine Auszahlung in Teilbeträgen ist nicht möglich.

(2) Nach Ablauf der Gültigkeitsdauer kann der Karteninhaber Rücktausch eines etwaigen Kartenguthabens innerhalb von zwei Jahren verlangen. Der Anspruch auf Rücktausch eines etwaigen Kartenguthabens verjährt nach zwei Jahren. Die Verjährung beginnt mit dem Ablauf der Gültigkeitsdauer des § 5.

(3)
Falls vom Veranstalter vorgesehen, ist ein Rücktausch an den hierfür ausgewiesenen Stellen auf dem Gelände möglich mindestens jedoch nach der Veranstaltung über die Website des Veranstalters. Ein Rücktausch bei den angeschlossenen Akzeptanzstellen erfolgt nicht.

(4) Im Falle einer Beschädigung des Speicherchips bzw. der aufgebrachten eindeutigen Karten-ID der Karte bei einer unpersonalisierten Verwendung durch unsachgemäßen Gebrauch (z.B. Lochen der Karte, Kartenbruch) ist ein Rücktausch ausgeschlossen, außer der Karteninhaber weist ein noch bestehendes Kartenguthaben nach. Die Erstattung des Kartenpfands ist in diesem Fall jedoch ausgeschlossen.



§ 8 Reklamationen und Geltendmachung von Einwendungen

(1) Reklamationen, die das Vertragsverhältnis zwischen Karteninhaber und den angeschlossenen Akzeptanzstellen betreffen, sind unmittelbar zwischen diesen zu klären. Sie berühren nicht die Belastung des Kartenguthabens mit dem verfügten Betrag.


(2) Etwaige Reklamationen hinsichtlich der Karte können an die hierfür ausgewiesenen Stellen innerhalb der Einsatzstätte oder an die Gastrobüro GmbH & Co. KG, Pfuelstr. 5, 10997 Berlin, sowie per E-Mail an info@herokey.com gerichtet werden.


§ 9 Sorgfaltsanforderungen, Verlust und Missbrauch

(1) Der Karteninhaber hat die Karte mit besonderer Sorgfalt aufzubewahren, um sie vor missbräuchlicher Verwendung zu schützen.



(2) Das Risiko eines Verlustes und eines vom Karteninhaber zu vertretenden Missbrauchs der Karte trägt der Karteninhaber. Akzeptanz- und Rücktauschstellen prüfen nicht, ob der Karteninhaber rechtmäßiger Besitzer der Karte ist.

(3) Der Karteninhaber kann eine über die vom Kartenaussteller
bereitgestellte Homepage (www.herokey.com) registrierte Karte, beim
Kartenaussteller auf dieser Homepage sperren lassen.

(4) Stellt der Karteninhaber einer personalisierten Karte den Verlust oder Diebstahl seiner Karte, die missbräuchliche Verwendung oder eine sonstige nicht autorisierte Nutzung der Karte oder der Kartendaten fest, hat er dies unverzüglich über die Webseite des Veranstalters anzuzeigen oder sich bei der dafür vorstehenden Stelle im Rahmen der Veranstaltung unverzüglich zu melden. Dabei hat der Karteninhaber die Kartennummer und den Gültigkeitszeitraum anzugeben.

Der Karteninhaber hat jeden Diebstahl oder Missbrauch unverzüglich bei
der Polizei anzuzeigen.

(4) Bei Vorliegen strafrechtlich relevanter Tatbestände erfolgt eine
Strafanzeige durch den Kartenaussteller. Die Geltendmachung
zivilrechtlicher Ansprüche bleibt vorbehalten.


§ 10 Haftung

(1) Der Kartenaussteller übernimmt keine Gewähr für die Güte und
Beschaffenheit der mit der Karte bezahlten Leistungen der angeschlossenen
Akzeptanzstellen.


(2) Verliert der Karteninhaber seine personalisierte Karte, wird sie ihm
gestohlen oder kommt sie ihm in sonstiger Weise abhanden und kommt es
dadurch zu einer nicht autorisierten Kartenverfügung, so haftet der
Karteninhaber für Schäden, die bis zum Zeitpunkt der Sperranzeige
verursacht werden, in Höhe seines Guthabens auf der Karte, ohne dass es
darauf ankommt, ob den Karteninhaber an dem Verlust oder Diebstahl ein
Verschulden trifft. Die Haftung nach Absatz (4) für Vorsatz und grobe
Fahrlässigkeit bleibt unberührt.

(3) Der Karteninhaber ist nicht zum Ersatz des Schadens nach Absatz (1)
verpflichtet, wenn er die Sperranzeige nicht abgeben konnte, weil
der Kartenaussteller nicht die Möglichkeit zur Entgegennahme der Sperranzeige
sichergestellt hatte und der Schaden dadurch eingetreten ist.

(4) Kommt es vor der Sperranzeige zu einer nicht autorisierten
Kartenverfügung und hat der Karteninhaber seine Sorgfaltspflichten nach
diesen Bedingungen vorsätzlich oder grob fahrlässig verletzt oder in
betrügerischer Absicht gehandelt, trägt der Karteninhaber den hierdurch
entstandenen Schaden in vollem Umfang. Grobe Fahrlässigkeit des
Karteninhabers kann insbesondere dann vorliegen, wenn er den Verlust,
Diebstahl oder die missbräuchliche Kartenverfügung dem Kartenaussteller
schuldhaft nicht unverzüglich mitgeteilt hat. Die Haftung für Schäden,
die innerhalb des Zeitraums verursacht werden, für den der
Verfügungsrahmen gilt, beschränkt sich jeweils auf den für die Karte
geltenden Verfügungsrahmen.

(5) Hat der Kartenaussteller durch eine Verletzung seiner Pflichten zur
Entstehung des Schadens beigetragen, haftet er für den entstandenen
Schaden im Umfang des von ihm zu vertretenden Mitverschuldens.

(6) Sobald dem Kartenaussteller der Verlust oder Diebstahl der Karte, die
missbräuchliche Verwendung oder eine sonstige nicht autorisierte Nutzung
der Karte im Sinne der allgemeinen Geschäftsbedingungen angezeigt wurde,
übernimmt der Kartenaussteller alle danach durch Kartenverfügungen
entstehenden Schäden. Handelt der Karteninhaber in betrügerischer
Absicht, trägt der Karteninhaber auch die nach der Sperranzeige
entstehenden Schäden.

§ 11 Änderungen der Bedingungen

Änderungen der allgemeinen Geschäftsbedingungen werden dem Karteninhaber spätestens zwei Monate vor dem Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens im Internet über #{link_to EventSeries.current.domain, EventSeries.current.url} mitgeteilt und bei personalisierten Endkunden parallel per E-Mail. Die Zustimmung des Karteninhabers gilt als erteilt, wenn er seine Ablehnung nicht vor dem Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderungen angezeigt hat. Auf diese Genehmigungswirkung wird ihn der Kartenaussteller bei der Bekanntgabe besonders hinweisen.

§ 13 Anwendbares Recht, Gerichtsstand

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Sofern der
Karteninhaber keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat, ist
Gerichtsstand der Sitz des Kartenausstellers.